Pflegestützpunkte

Die bundesweit mögliche Einrichtung von Pflegestützpunkten soll Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörigen als ortsnahe Anlaufstelle dabei helfen, den organisatorischen Aufwand für die Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen, Hilfen bei der Pflege und der Altenhilfe zu reduzieren. Ein Pflegestützpunkt ist keine neue oder zusätzliche Behörde. Er bildet lediglich das gemeinsame Dach, unter dem das Personal der Pflege- und Krankenkassen, der Altenhilfe und der Sozialhilfeträger sich abstimmt und den Rat und Hilfe suchenden Betroffenen die einschlägigen Sozialleistungen erläutert und vermittelt sowie die Inanspruchnahme begleitet.
Grundlage für die Errichtung der Pflegestützpunkte ist der am 1. Juli 2008 in Kraft getretene § 92c des SGB XI im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes. Pflege- und Krankenkassen müssen immer dann Pflegestützpunkte in einem Bundesland aufbauen, wenn das Bundesland sich für die Einrichtung von Pflegestützpunkten entschieden hat. Der Aufbau solcher Stützpunkte greift i.d.R. auf vorhandene Angebote zurück, auch um funktionierende Strukturen weder zu gefährden noch zu zerstören.
Die Hessische Landesregierung misst der Einrichtung solcher Pflegestützpunkte eine herausragende Bedeutung für die ambulante Versorgung und Pflege pflegebedürftiger Menschen bei. Um diese wichtigen regionalen Versorgungsstrukturen weiter zu entwickeln, wurde mit Allgemeinverfügung vom 8. Dezember 2008 bestimmt, dass zunächst in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein solcher Pflegestützpunkt einzurichten ist. Inzwischen ist der Aufbau der Pflegestützpunkte in Hessen weitgehend abgeschlossen.

Die Standorte der Pflegestützpunkte sind  in der "Sozialen Hessenkarte" zu finden.