Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungs-Leistungen (§ 45b SGB XI)

Besteht bei Pflegebedürftigen ein regelmäßiger und dauerhafter Beaufsichtigungs- oder Betreuungsbedarf (voraussichtlich für mindestens 6 Monate) können zusätzlich Leistungen der Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege und Betreuungsleistungen ambulanter Pflegedienste durch die Pflegekasse  finanziert werden. Aber auch andere „niederschwellige Leistungen“, wie z.B. die Inanspruchnahme anerkannter Haushalts- und Serviceangebote, Alltagsbegleitung als Hilfe für die Organisation und Bewältigung des Pflegealltags oder auch Aufwandsentschädigungen für Leistungen anerkannter ehrenamtlicher Helfer bei Behördengängen oder Friedhofsbesuchen, sind erstattungsfähig.

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Je nach Betreuungsbedarf steht ein Grundbetrag in Höhe von 104 € pro Monat oder bei Demenz, psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung ein erhöhte Betrag von 208 € pro Monat zur Verfügung.
Diese Erstattungen Pflegekasse können sich pro Monat um 40 % der nicht in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen erhöhen (neue Umwidmungsmöglichkeit).

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Diese eigentlich für Versicherte mit einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz entwickelte zusätzliche Leistung  steht ab dem 01.Januar 2015 lediglich Versicherten einer rein körperlichen Beeinträchtigung zur Verfügung (Grundbetrag von 104 Euro).